17. RUNDE - 7.4. 2001: Union Neuhofen - KSV Böhlerwerk 3:3 (1:2)
12. min Leimhofer 0:1
21. min Crkva/Elfer 0:2
29. min Stehlik 1:2
46. min Hofmarcher 2:2
47. min Stehlik 3:2
65. min Tüchler 3:3
Neuhofen: W. Danzer (1), Kunes (3), Putz (3 - Gelb/Foul), M. Schuller (3), Flatzlsteiner (3), L. Luegmayer II (2 - Gelb/Foul), Hofmarcher (3), K. Luegmayer (2), Bauer (2), M. Hausberger (2), Stehlik (4).

Ersatzbank: Roth, Gruber, M. Stöger, K. Hausberger (-), F. Höllmüller (2).

Wechsel:

F. Höllmüller 70. L. Luegmayer
Hausberger 80. Flatzelsteiner
Ergebnisse 17. Runde:
Union Neuhofen - Böhlerwerk 3:3
SV Mauer - TSV Grein 0:3
Union Haag - Union Biberbach 0:3
SV Petzenkirchen - Wieselburg abg.
ASK Ybbs - SV Leiben 2:1
SCU Wallsee - SV Erlauf 1:0
SV Münichreith - SC Gresten abg.

Tabelle 17. Runde:

1 Petzenkirchen +27 40
2 Wieselburg +29 38
3 Grein +26 34
4 Leiben +1 24
5 Union Neuhofen -3 24
6 Gresten +3 23
7 Münichreith -1 21
8 Erlauf -7 20
9 Mauer +3 19
10 Böhlerwerk -2 19
11 Biberbach -2 15
12 Ybbs -19 15
13 Haag -21 12
14 Wallsee -30 10
Presse:
Union Neuhofen - KSV Böhlerwerk 3:3.
Ein rassiges Derby entwickelte sich am Neuhofner Fußballplatz. Bei beiden Mannschaften war ein starker Aufwärtstrend zu verzeichnen, was Laufstärke, Kreativität und Einsatzwillen betraf. Die Gastelf lag nach gut zwanzig Minuten schon mit 2:0 voran, nach dem Anschlusstreffer von Stehlik schöpften die Heimischen aber wieder Hoffnung. Nach der Pause verschliefen die Böhlerwerker den Start total und kassierten innerhalb von nur einer Minute zwei Treffer. Tüchler konnte jedoch erneut ausgleichen und somit trennten sich beide Teams mit einem gerechten Remis. (NÖN Amstetten)
Spieler der Runde:
Auf so ein Spiel von Toni Stehlik wartete man in Neuhofen schon seit Saisonbeginn. Endlich einmal zeigte der Tscheche im Dienste der Neuhof'ner seinen Torriecher. Mit den beiden Toren im Spiel gegen Böhlerwerk hat er schon genauso viele wie im ganzen Herbst, wo ihm gegen Mauer und Erlauf jeweils ein Treffer gelang.

>>> Spielbericht U23

Neuhofen zeigte Moral und Kampfgeist
Es begann wie im Spiel gegen Petzenkirchen: unnötiges 0:1, Foulelfmeter und 0:2 - doch diesmal fightete das Neuhof'ner Team zurück und führte sogar mit 3:2. Eine Unachtsamkeit führte aber zum gerechten 3:3-Endstand.

Foto: UNO63.com/ArchivNach dem Ehrenanstoß, vorgenommen von Raika-Direktor Franz Aigner, begann Neuhofen wie aus der Pistole geschosssen. Mario Hausberger, trotz chronischer Abschlussschwäche noch immer Führender der internen Torschützenliste, spielte nach mustergültigem Konter ideal für Toni Stehlik auf, doch dieser vergab die erste gute Möglichkeit. Danach entwickelte sich auf dem klitschigen Boden ein abwechslungsreiches Spiel. In der 12. Spielminute bekam Böhlerwerk auf der linken Verteidigungsseite Neuhofens einen Freistoß zugesprochen. Neuhofen-Keeper Wolfgang Danzer stehlte seine Mauer schlecht und diesen Umstand nützte Böhlerwerks Leimhofer aus und überraschte Danzer mit einem Direktschuss, der genau passte. Neuhofen regierte geschockt nach dem unnötigen Gegentor und Böhlerwerk war Herr der Lage am immer tiefer werdenden Rasen.

Robert Crkva, tschechischer Legionär der Gäste, kam in der 19. Minute alleine vor dem Tor zum Schuss, doch er verfehlte das Ziel deutlich. Zwei Minuten darauf entschied Schiedsrichter Weißenböck nach einem klaren Foul von Jürgen Putz, der aber sonst eine recht gute Partie spielte, im Strafraum auf Elfmeter. Crkva, der vorher noch die große Chance ausgelassen hatte, zeigte beim Elfmeter keine Nerven und verwandelte trocken zur 2:0-Führung für die Mannschaft der Gäste.

Foto: UNO63.com/Archiv

Nun wachte Neuhofen aber allmählich auf. Man wollte nicht eine weitere Niederlage hinnehmen. So fanden die Heimischen auch zu einigen Möglichkeiten. Libero Michal Kunes überraschte KSV-Goalie Huber beinahe mit einem Kunstschuss, doch mit Müh und Not konnte Huber doch noch klären. Aus einem Gestocher besorgte dann Toni Stehlik, dessen letztes Meisterschaftstor auf den 15. Oktober 2000 datiert, den Anschlusstreffer. Neuhofen schöpfte nun wieder Hoffnung, konnte aber bis zu Pause kaum noch Tormöglichkeiten erspielen. Die Gäste kamen vor dem Seitenwechsel ebenfalls zu keiner weiteren Torchance mehr.
Nach dem Seitenwechsel brauste zunächst der Neuhof'ner Angriffstornado über die Böhlerwerker hinweg. Es waren noch keine 60 Sekunden gespielt, da musste Böhlerwerks Schlussmann Huber einen scharfen Freistoß von Michael Hofmarcher, der auch im Herbst in Böhlerwerk einen Treffer erzielte, zum 2:2-Ausgleich passieren lassen. Keine weiteren 60 Sekunden später schlug nach einem Corner von Kurt Luegmayer eine Stehlik-Kopfball-Granate im Gästegehäuse ein - 3:2 für Neuhofen. Zum ersten Mal im Frühjahr führte die Mannschaft von Wolfgang Schuller.

Es hätte auch in dieser Tonart weitergehen können. In der 55. Minute tankte sich Mario Hausberger herrlich durch und kam alleine vor Huber zum Schuss, schoss aber direkt den KSV-Keeper an. Drei Minuten darauf legte Toni Stehlik, der gegenüber dem Spiel in Ybbs nicht wiederzuerkennen war, ideal für Kurt Luegmayer ab, doch Luegmayer zögerte zu lange und verstolperte die Möglichkeit auf einen weiteren Treffer. In der 63. Minute probierte sich Toni Stehlik dann sogar als Freistoßschütze, doch seinen Freistoß konnte Huber parieren. So kam es wie es kommen musste. Nach einem Corner gelang Böhlerwerk in der 65. Minute aus einem Gestocher der Ausgleich zum 3:3.

Neuhofen ließ sich aber nicht beeindrucken und erarbeitete weiterhin gute Möglichkeiten. In der 71. Minute knallte Mario Hausberger, dem Momentan auch Göttin Fortuna nicht gut gesonnen ist, den Ball aus knapp 3 Metern an die Querlatte. Die Böhlerwerker Truppe versteckte sich allerdings auch nicht und hatte bei einigen Schüssen, die das Tor von Wolfgang Danzer knapp verfehlten ebenfalls wenig Glück. Weitere Möglichkeiten boten sich den Gästen aus Freistößen knapp außerhalb des Strafraums, die aber alle nichts einbrachten. Auffallend war allerdings, das Böhlerwerk zu 8 solchen Standardsituationen kam, während Neuhofen ganze 2 Freistöße aus dieser Distanz für sich verbuchen konnte.
Der vierte Treffer wollte keiner Mannschaft gelingen. Während Böhlerwerks Schüsse knapp am Tor vorbei gingen, haderte Neuhofen mit einem weiteren Stangenschuss. Einen herrlichen Volleyschuss von Toni Stehlik, der nicht zu unrecht zum Spieler der Runde gewählt wurde, konnte KSV-Tormann Huber mit einer ebenso herrlichen Parade an die Stange lenken und rettete somit den Gästen einen Punkt. (by Bronco)