18. RUNDE - 14.4. 2001: TSV Grein - Union Neuhofen 2:1 (1:0)
20. min Doma 1:0
77. min Kunes/Elfer 1:1
85. min Hader 2:1
Neuhofen: W. Danzer (4), Kunes (3 - Gelb/Kritik), Putz (1), M. Schuller (3), Bauer (2 - Gelb/Foul), Flatzlsteiner (4 - Rot/Foul), F. Höllmüller (4 - Gelb/Kritik), Hofmarcher (3), K. Luegmayer (2), M. Hausberger (3), Stehlik (2).

Ersatzbank: Roth, M. Stöger, K. Hausberger, L. Luegmayer II (2), W. Hausberger.

Wechsel:

L. Luegmayer II 46. Putz
Ergebnisse 18. Runde:
KSV Böhlerwerk - Münichreith abg.
SC Gresten - SCU Wallsee abg.
SV Erlauf - ASK Ybbs 1:3
SV Leiben - SV Petzenkirchen abg.
SC Wieselburg - Union Haag 5:2
Union Biberbach - SV Mauer abg.
TSV Grein - Union Neuhofen 2:1

Tabelle 18. Runde:

1 Wieselburg 41 +32
2 Petzenkirchen 40 +27
3 Grein 37 +27
4 Leiben 24 +1
5 Union Neuhofen 24 -4
6 Gresten 23 +3
7 Münichreith 21 -1
8 Erlauf 20 -11
9 Mauer 19 +3
10 Böhlerwerk 19 -2
11 Ybbs 18 -17
12 Biberbach 15 -2
13 Haag 12 -24
14 Wallsee 10 -30
Presse:
TSV Grein - Union Neuhofen 2:1.
Grein zeigte sich spielerisch nicht gerade in Höchstform. Das wussten die aggressiven und kampfstarken Neuhofner beinahe auszunutzen. So entwickelte sich zunächst auch eine ausgeglichene Partie. In der 10. Minute traf Hofmarcher nur die Latte. Besser machte es Ernö Doma, der Grein zehn Minuten später in Führung brachte. Danach wurde jedoch nicht der TSV, sondern Neuhofen stärker. Eine harte Entscheidung traf in der 42. Minute den Neuhofner Martin Flatzlsteiner. Er sah von Schiri Kastenhofer die rote Karte. “Eine harte Entscheidung”, meinte auch Greins Pressesprecher Helmut Geyrhofer. Mit nur zehn Mann agierte Neuhofen aber aggressiver und hatte sogar die effektiveren Torchancen. Schuller traf mit einem Freistoß nur die Stange. In Folge scheiterten die Gäste am ausgezeichneten TSV-Keeper Berger. Einzig Michal Kunes bezwang den Schlussmann per Elfmeter. Danach verstärkte die Raab-Elf aber noch einmal den Druck und erzielte durch Karl Hader kurz vor dem Ende den Siegestreffer. Für Neuhofen wäre ein Punkt auf alle Fälle drinnen gewesen, so blieb ein Zittersieg für Grein. (NÖN Amstetten)
Spieler der Runde:
Man hat ihn selten so diszipliniert und mannschaftsdienlich spielen gesehen. Die Rede ist von Franz Höllmüller, der in der vergangenen Woche beim Heimspiel gegen Böhlerwerk noch 70 Minuten die Ersatzbank drücken musste. In dieser Runde zeigte er sein Potenzial, das er hoffentlich auch in den restlichen Spielen der Saison ausschöpfen wird.

>>> Spielbericht U23

Leistung o.k. - Neuhofen trotzdem k.o.
Neuhofen kämpfte knapp eine Stunde mit einem Mann weniger, lief einem 0:1-Rückstand nach, schaffte den Ausgleich, musste aber kurz vor dem Ende das entscheidende 1:2 hinnehmen.

Foto: UNO63.com/ArchivDie Gäste aus Neuhofen starteten voll Elan in die Begegnung und zeigten von Beginn an ihre Zähne. Grein schien etwas überrascht zu sein von der Aggressivität der Neuhof'ner und kam nicht und nicht ins Spiel. In der 10. Spielminute kam Neuhofen auch zur ersten dicken Einschussgelegenheit. Michael Hofmarcher kam im Greiner Strafraum aus spitzem Winkel zum Schuss, doch der Ball prallte vom Lattenkreuz ins Torout. Je länger das Spiel dauerte, desto besser konnten sich die Hausherren einstellen und sie wurden immer offensiver. Neuhofen konnte sich einige Male nur noch mit Fouls helfen.

Neuhofens Ziel, die ersten 20 Minuten ohne Gegentor zu überstehen, schien schon geschafft, doch mit einer traumhaften Kombination spielte die Greiner Offensivabteilung Topscorer Ernö Doma frei, der allein aus knapp 11 Metern zum Schuss kam. Foto: UNO63.com/ArchivMit einem Flachschuss ins linke Eck brachte der Ungar die Heimischen mit 1:0 in Front. Nun schien Neuhofen etwas geschockt und Grein versuchte gleich nachzusetzen und vielleicht einen kleinen Torpolster herauszuschießen. Die nächste gute Chance bekam wieder Ernö Doma, nach einer Flanke von der rechten Seite, doch diesmal scheiterte der Ungar an Wolfgang Danzer, der den Schuss gerade noch in den Corner abwehren konnte.

Danach entwickelte sich eine offene Partie ohne große Höhepunkte. Grein schien zwar etwas überlegen zu sein, doch Neuhofen stemmte sich vehement gegen ein weiteres Gegentor und kam mit langen Passis auf auch immer wieder vor das gegnerische Tor, wo man aber den Killerinstinkt vermissen ließ.

Für Aufregung sorgte dann Schiedsrichter Kastenhofer, der Martin Flatzelsteiner nach einer harmlosen Attacke mit der roten Karte vorzeitig unter die Dusche schickte. Neuhofen ließ sich aber auch durch den Ausschluss nicht aus dem Konzept bringen und kämpfte munter weiter.

Foto: UNO63.com/ArchivNeuhofen startete in die zweite Hälfte mit dem Vorhaben das Spiel umzudrehen. Die nummerische Unterlegenheit der Gäste war nicht augenscheinlich, denn Neuhofen machte das Spiel. So fand man auch einige Möglichkeiten vor. Gleich nach Wiederbeginn hatten die mitgereisten Neuhof'ner Fans den Torschrei auf den Lippen. Michael Schuller, Kapitän und Freistoßschütze der Neuhof'ner, schnappte sich das Leder, als Schiri Kastenhofer einen Freistoß gab, der genau seiner Distanz entsprach. Der Schuss hätte auch nicht schöner sein können, doch anstatt ins Kreuzeck landete der Ball an der Innenstange und sprang wieder ins Feld zurück. Pech hatte in dieser Aktion auch Mario Hausberger, der den Abpraller nur knapp verfehlte.

Die Heimischen wussten sich mit der nummerischen Überlegenheit nicht viel anzufangen. Grein war nur in wenigen Kontern gefährlich. Meist wurden die Greiner Angreifer per Foul gestoppt. So kamen die Gastgeber mit Freistößen zu den besten Möglichkeiten, die aber allesamt nichts einbrachten.

Foto: UNO63.com/ArchivFoto: UNO63.com/ArchivDie nächste gute Chance für Neuhofen hatte wieder einmal Mario Hausberger, der zwar immer zu seinen Möglichkeiten kommt, doch einfach zu viele davon braucht. Sein Schuss verfehlte allerdings das lange Eck nur um Zentimeter. Auffallend war, dass Neuhofen zwar zu Tormöglichkeiten kam, doch viel zu selten, nämlich genau einmal, das Tor traf. Bei dieser einen Aktion musste Grein-Keeper Berger sein ganzes Können aufbieten um den Ausgleich zu verhindern.

Es schien schon, als wollte den Neuhof'nern wieder einmal kein Tor gelingen, doch Mario Hausberger, der seinem Gegenspieler einige Probleme machte, wurde im Strafraum der Heimischen in eigentlich ungefährlicher Position von hinten gefoult. Den verhängten Elfmeter verwandelte Libero Michal Kunes mit einem satten Schuss ohne Probleme.

Foto: UNO63.com/ArchivNun merkte man den Neuhof'nern wieder die Angst vor einem Gegentreffer an, denn man spielte mit einem Schlag wieder viel defensiver. So kam es, wie es kommen musste. Reinhard Bauer, der nach einer überstandenen Grippe zwar eine Steigerung gegenüber der letzten Partie erkennen ließ, brachte den Ball nach einem weiten Abschlag der Heimischen zweimal nicht unter Kontrolle und Grein konnte auf Neuhofens rechter Verteidigungsseite einen Angriff starten. Der Greiner angreifer tanzte zunächst im Neuhof'ner Strafraum seine Gegenspieler aus und brachte den Ball scharf zur Mitte, wo Greins zweiter Stürmer Karl Hader zum 2:1 vollendete. Die anschließende Schlussoffensive der Gäste brachte nichts mehr ein und so konnte Grein bei miserablem Fußballwetter einen glücklichen 2:1-Heimerfolg feiern. (by Bronco)