20. RUNDE - 28.4. 2001: SC Wieselburg - Union Neuhofen 8:1 (2:1)
3. min Schön 1:0
11. min Haizinger/Elfer 2:0
30. min L. Luegmayer II 2:1
50. min Schön 3:1
51. min Kowalsky 4:1
55. min Einsiedl 5:1
73. min Einsiedl 6:1
87. min Höfler 7:1
88. min Schön 8:1
Neuhofen: W. Danzer (1), Kunes (2), Putz (2), M. Schuller (2), Bauer (1), F. Höllmüller (3), Gruber (3), Hofmarcher (2), K. Luegmayer (2), M. Hausberger (2 - Gelb/Foul), L. Luegmayer II (3).

Ersatzbank: Roth, G. Höllmüller (-), Marinkovic, W. Hausberger (2), Stehlik.

Wechsel:

W. Hausberger 60. Putz
G. Höllmüller 70. Gruber
Ergebnisse 20. Runde:
KSV Böhlerwerk - SCU Wallsee 2:1
SV Münichreith - ASK Ybbs 2:0
SC Gresten - Petzenkirchen 1:1
SV Erlauf - Union Haag 3:2
SV Leiben - SV Mauer 1:3
Wieselburg - Union Neuhofen 8:1
Union Biberbach - TSV Grein 3:1

Tabelle 20. Runde:

1 Wieselburg 44 +39
2 Petzenkirchen 44 +28
3 Grein 37 +25
4 Münichreith 27 +2
5 Gresten 25 +3
6 Leiben 24 -2
7 Union Neuhofen 24 -11
8 Erlauf 23 -11
9 Mauer 22 +5
10 Böhlerwerk 22 -1
11 Ybbs 19 -19
12 Biberbach 18 0
13 Haag 15 -24
14 Wallsee 10 -32
Presse:
SC Wieselburg - Union Neuhofen 8:1.
Nach zwei frühen Gegentreffern konnte Neuhofen in der ersten Halbzeit durch einen Weitschuss von Leopold Luegmayer noch auf 2:1 verkürzen, doch nach dem 3:1 kurz nach Wiederbeginn fiel die Mannschaft auseinander und musste einen Gegentreffer nach dem anderen hinnehmen. (NÖN Amstetten)
Spieler der Runde:
Diesmal kann es eigentlich nur einen geben - Gerhard Höllmüller. Der 39-Jährige, statt des überraschend von Beginn an spielenden Andreas Gruber eingewechselt wurde, zeigte als einer der wenigen bei diesem großen Rückstand noch Kämpferqualitäten. Zwar konnte er das Debakel nicht verhindern, doch wären andere mit seinem Einsatzwillen ans Werk gegangen, wäre es sicherlich nicht soweit gekommen.

>>> Spielbericht U23

Schützenfest für Wieselburg
Neuhofen kämpfte in den ersten 45 Minuten, in den zweiten 45 Minuten ging dafür gar nichts mehr. Nach dem 1:3 in der 50. Minute resignierte die Neuhof'ner Elf und kassierte noch weitere 6 Treffer.

Für Neuhofen begannen die Probleme bereits vor dem Anpfiff. Nicht nur, dass Martin Flatzelsteiner wegen seiner Sperre fehlte, Toni Stehlik, 4-facher Saisontorschütze, erschien nicht und so durfte Andreas Gruber von Beginn an im offensiven Mittelfeld ran.

Foto: UNO63.com/ArchivDas Spiel begann auch alles andere als optimal. Es waren noch keine 180 Sekunden gespielt, als Wieslburg einen Angriff über links mit einem Tor krönte. Nach der Flanke von der linken Seite stand plötzlich Laszlo Schön 3 Meter vor dem Tor - komplett ungedeckt. Schön brachte den Ball zunächst nicht im Tor unter, da er Wolfgang Danzer anschoss, doch das Glück stand dem Ungarn zur Seite, so prallte der Ball ab und fiel ihm erneut vor die Beine. Beim zweiten Versuch hatte er dann keine Probleme mehr und stellte auf 1:0 für die Gastgeber. Neuhofen hatte 5 Minuten später die große Ausgleichsmöglichkeit durch Leopold Luegmayer II. Nach einem herrlichen Sololauf versuchte er sein Glück mit einem Flachschuss, doch Schrittwieser im Tor des SC Wieselburg war auf dem Posten und lenkte den Ball ins Torout.

Foto: UNO63.com/ArchivIn der 11. Minute pfiff der Schiedsrichter Elfmeter für den Heimverein. Was war passiert? In einem Gestocher schoss ein Wieselburger Spieler, dem am Boden liegenden Michal Kunes auf die Hand. Elfmeter? Eine sehr, sehr harte Entscheidung. Wieselburgs Haizinger trat an und versenkte den Ball zum 2:0. Irgendwie fühlte man sich an die 1:6-Heimniederlage gegen Petzenkirchen erinnert, denn auch dort fielen die ersten Tore in der Anfangsphase und das 0:2 war damals ebenfalls ein verwandelter Penalty. Es sollte an diesem Tab aber noch schlimmer kommen.

Neuhofen hielt gut mit und hatte auch einige Möglichkeiten, doch auch die Wieselburger kamen immer wieder zu Chancen, doch es blieb beim 2:0 für die Heimischen. Andreas Gruber, der nach langem wieder von Beginn an spielte, zeigte eine solide Leistung und fand nach einer halben Stunde die beste Chance auf einen Anschlusstreffer vor, doch er überhob sowohl den herauseilenden Schrittwieser als auch das Tor. Doch nur kurz darauf überrasche Leopold Luegmayer den Heimkeeper mit einem prächtigen Weitschuss, der genau unter die Latte passte - nur noch 1:2. Neuhofen schöpfte wieder Hoffnung, immerhin hatte man in den letzten Jahren nie gegen die Braustädter verloren, doch diesmal sollte es wahrlich dick kommen.

Foto: UNO63.com/ArchivNach dem Anschlusstreffer zeigte sich Neuhofen stärker und versuchte alles, um vielleicht doch noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich zu schaffen, doch alleine Harald Schrittwieser im Wieselburger Gehäuse verhinderte dies. Einen tollen Schuss von Michael "Mucki" Hofmarcher konnte der junge Wieselburger mit der Faust parieren und auch sonst ließ er sich kein zweites Mal mehr überraschen. Somit ging es mit dem 1:2 aus Sicht der Gäste in die Pause.

Der Beginn der zweiten Halbzeit glich den Anfangsminuten der ersten Hälfte. Wieselburg ging spritziger und aggressiver zu Werk und konnte auch gleich das Torkonto erhöhen. Nach einer Fehlentscheidung - nach einem Foul an Mario Hausberger ließ der Unparteiische weiterspielen und gab kurz darauf Freistoß für die Heimelf - spielte Wieselburg den Ball schnell ab, während Neuhofens Abwehr schlief. Nach dem Stanglpass war wie beim 1:0 wieder Laszlo Schön zur Stelle und erhöhte auf 3:1.

Neuhofen schien nun aufzstecken, denn nur fünf Minute später stand es schon 5:1. Zuerst überrasche Miroslaw Kowalsky Tormann Danzer mit einem Schuss aus spitzem Winkel  und dann führte eine Reihe von Fehlern zum fünften Gegentreffer. Nach einem Corner, der 3 Meter vor dem Gästegehäuse herunterfiel versteckte sich Wolfgang Danzer auf der Linie, Libero Michal Kunes berechnete den Ball falsch und verfehlte ihn und Franz Höllmüller ließ seinen Gegenspieler Einsiedl alleine, der sich per Kopf mit dem 5:1 bedankte. Dies war erst der zweite Kopfballgegentreffer, den Neuhofen in der gesamten Saison hinnehmen musste.

Danach schaltete Wieselburg einen Gang zurück, blieb aber weiterhin die tonangebende Mannschaft. Bei Neuhofen lief überhaupt nicht mehr viel zusammen. Kam man zu Möglichkeiten, wurden sogar die besten verschleudert.

Gerhard Höllmüller nach langer Zeit wieder in der KampfmannschaftEin magischer Moment in der 70. Minute. Andreas Gruber, der noch einer der besten an diesem verkorksten Samstag war, verließ das Spielfeld und für ihn kam Gerhard Höllmüller, dessen letzter Einsatz in der Kampfmannschaft schon einige Jahre her ist. Doch auch Gerhard Höllmüller konnte trotz Einsatz nicht recht viel an der Situation ändern, denn nur 3 Minuten nach seiner Einwechslung gelang der Heimelf der sechste Treffer an diesem Tag. Einsieldl war schneller als sein Bewacher Franz Höllmüller und der herauseilende Wolfgang Danzer und überhob den Neuhof'ner Schlussmann zum 6:1.

Neuhofen kam einige Male gut vor das Wieselburger Tor, doch selbst die besten Möglichkeiten wurden vergeben. Wieselburg beschränkte sich nur mehr das Nötigste zu tun und kam trotzdem noch zu zwei Treffern. Zuerst gelang Höfler nach einem Konter das 7:1 (87.) und den Schlusspunkt setzte der überragende Laszlo Schön, den Reinhard Bauer einfach nicht unter Kontrolle brachte, eine Minute später mit dem Tor zum 8:1-Endstand.

Auch wenn die Niederlage viel zu hoch ausfiel, muss man sagen, dass die Leistung eine einzige Katastrophe war. Keine Disziplin, keine Lauffreudigkeit und kein Kampfgeist führen in den meisten Fällen eben zu solchen vernichtenden Ergebnissen. (by Bronco)