Mit vollem
Einsatz gelang den Neuhofner Mannen - im Bild Hannes Helm und Mario
Hausberger - der lebenswichtige Sieg in Steinakirchen.
Was vor knapp drei Jahren die Gemüter erregt
hatte - siehe
Steinakirchen - Neuhofen vom 31.5.2004 - war noch lange nicht
vergessen in den Köpfen der Neuhofner Spieler - und es sollte an
diesem Tag noch einmal ins Gedächtnis zurückgerufen werden.
Die Partie der zwei Abstiegskandidaten verlief
über weite Strecken sehr zerfahren, mit wenigen zusammenhängenden
Aktionen, dafür mit vielen Fehlern gespickt. Man merkte die
Nervosität, denn eine Niederlage würde für beide Teams einen herben
Rückschlag bedeuten - besonders für Neuhofen wäre eine erneute
Pleite fatal gewesen.
Dennoch waren es die Gäste, die in der
ersten Halbzeit die besseren Chancen vorfanden. Sie waren es auch,
die als Erste jubeln durften. Ein trockener Schuss von Laufmaschine
Robert Gruber sorgte bei regnerischem Wetter für Jubelstimmung im
Neuhofner Lager.
Die Gastgaber hatten nach dem
Verlusttreffer ihre beste Phase und kamen ebenfalls zu einigen
Chancen, da die Neuhofner Defensive einige Male keinen sattelfesten
Eindruck hinterließ. Eine dieser Fehlerketten bedeutete auch Mitte
der ersten Halbzeit den Ausgleich.
Neuhofen hätte dennoch bereits vor der
Pause erneut in Front gehen müssen, als Jaro Janak und Ernst
Höllmüller die besten Chancen stümperhaft vergaben. So ging es mit
einem 1:1 in die Kabinen.
Auch nach Wiederbeginn ein
unverändertes Bild: Am nassen Rasen herrschte mehr Krampf als
fußballerischer Dampf. Beide Teams kämpften verbissen, denn das
nächste Tor konnte schon eine kleine Vorentscheidung bedeuten.
Wieder trafen die Neuhofner zuerst -
und diesmal legten sie noch eines nach. Zunächst brachte Jaroslav
Janak die Gäste mit einer sehenswerten Aktion, die er mit einem
herrlichen Haken und anschließendem Schuss unter die Latte
abschloss, erneut in Front. Dann traf auch Defensivmann Leopold
Brandstetter mit einem Knaller und plötzlich schien - trotz des
Regenwetters - die Sonne für Neuhofen, denn ein Sieg schien zum
Greifen nahe.
Doch noch war nicht Schluss. Bei einem
Angriff der Heimischen wurde Verteidiger Martin Helm von seinem
Gegenspieler an der Hand angeschossen und plötzlich ein Pfiff -
Elfmeter! Eine mehr als fragwürdige Entscheidung, die Libero Thomas
Kogler völlig in Rage brachte. Der Routinier, der schon vor der
Pause die gelbe Karte gesehen hatte, wurde vom Schiedsrichter
daraufhin vom Platz gestellt. Steinakirchen verwandelte den
Strafstoß und es stand plötzlich nur noch 3:2 aus Sicht der Gäste -
und 10:11, was die Spieleranzahl betraf.
Doch damit war noch immer lange nicht
Schluss. Dem Schiedsrichter schien die Partie in weiterer Folge
völlig zu entgleiten, als er nach einem klaren Torraub von
Steinakirchen-Goalie Jürgen Glösmann nur die gelbe Karte zückte. Da
musste sich sogar der Ersatzkeeper das Lachen verkneifen, da er sich
bereits für eine Einwechslung bereit gemacht hätte. Den Neuhofnern
war am Tag des Lachens jedoch ganz und gar nicht zum Lachen zumute -
zu viel stand auf dem Spiel.
Die Heimischen kamen in dieser Phase
dem Ausgleich einige Male sehr nahe, doch etwas Glück und ein stark
agierender Jörg Roth hielten den knappen Vorsprung der Neuhofner
intakt.
Doch auch die Elf von Trainer Zehetner
hatte ihre Kontermöglichkeiten. Als Mario Hausberger auf und
davon gewesen wäre, wurde er regelwidrig vom letzten Mann gehindert -
eigentlich erneut eine rein rote Karte wegen Torraub - doch wieder
zückte der Schiedsrichter nur Gelb, aber diese gelbe Karte hatte
Konsequenzen. Da der Missetäter bereits gelb-belastet war, sah auch
er die Ampelkarte.
Nach nervenaufreibend langer
Nachspielzeit pfiff der Unparteiische dann doch ab - gerade als Hans
Pilsinger in Richtung Steinakirchen-Tor unterwegs war...
Trotz des Ausschlusses von Thomas
Kogler und den umstrittenen Entscheidungen des Unparteiischen
feierten die Neuhofner Kicker nach dem Schlusspfiff, denn die drei
Punkte halten die Neuhofner am Leben im Kampf um den
Klassenverbleib.
U23: ÖTSU Steinakirchen - Union Neuhofen 0:1 (0:0)
Die
Neuhofner gingen trotz einiger Ausfälle und Umstellungen aufgrund
der letzten Ergebnisse als leichter Favorit in diese Partie. Die
Gastgeber hielten aber tapfer dagegen und erst ein Abstauber von
Hans Jordan in Hälfte zwei ermöglichte Neuhofen den dennoch
verdienten Sieg. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und die
zwingenderen Möglichkeiten. Am Ende drängte Steinakirchen zwar noch
auf den Ausgleich - jedoch erfolglos.
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